12 März, 2011
von Sabine

Ankunft in Lima & erste Tage in Peru 8.-12.03.11

Nach 15h Verspaetung, abens um 21.30 Uhr anstatt wie urspruenglich geplant morgens um 6.30 Uhr treffen wir endlich in Lima ein und Jiset erwartet uns zum Glueck am Flughafen.

 

Die Arme hat praktisch den ganzen Tag auf uns gewartet, weil in Lima am Flughafen nirgends eine Information oder ein Buero von LAN Airlanes ist um sich ueber die Ankunft eines verspaeteten Flugzeugs zu informieren. Ein Freund von ihr faehrt uns wie gewuenscht nach Miraflores. Die Hostal-Suche so spaet am Abend ist nicht einfach und wir sind froh um die Hilfe in der uns noch so fremden Stadt… Die erste Unterkunft ist mit einer grossen Reisegruppe bereits ausgebucht. Bei der zweiten Adresse, welche sich Jiset notiert hat, finden wir ein graesslich nach Vogel/Fledermaus-scheisse (sorry) stinkendes Zimmer vor mit alten unbequemen Matrazen und kaputem WC :-/ .

Weil es so spaet ist und wir Jiset nicht noch mehr zumuten wollen, bleiben wir fuer die erste Nacht. Ich gehe im Supermarkt (24h offen) Wasser und Milch kaufen. Die fremde Stadt ist mir im Dunkeln recht unheimlich… Nach einer halbpatzigen Dusche legen wir uns ins Bett und koennen dank grosser Muedigkeit trotz Gestank schlafen…

Frueh erwachen beide und so schnell wie moeglich verlassen wir diesen Ort des Schreckens!! Wir bezahlen 20 Soles pro Person (Hostalchef wollte 25) fuer die Uebernachtung, im Nachhinein wurde uns klar, dass dies immer no viel zu viel war fuer solch eine Bruchbude…

Mit Sack und Pack gehen wir zu Fuss ans Ende der Stadt in einen Park mit Blick aufs Meer, es ist dunstiges Wetter, jedoch bereits um 8 Uhr angenehm warm… saemtliche Taxifahrer hupen und wollen uns an den Flughafen bringen :-) … wir winken freundlich ab…

Weil wir so frueh bereits auf den Beinen sind und mit Jiset erst um 11.00 Uhr abgemacht haben,  bleibt uns viel Zeit und wir nutzen diese endlich unsere Perureise zu planen :-) .

Am Touristeninfo-Stand frage ich nach einer etwas konfortableren Unterkunft sowie nach einem Claro Laden (Telefonanbieter) und Adressen von Reiseanbieter. Als erstes gehen wir zu “Claro” und kaufen uns eine peruanische Zim Card, danach essen wir einheimische Empanadas und ein Stueck Gemuesekuchen. Mit Jiset schauen wir uns die neue Unterkunft an… Fuer $26 bieten Sie uns im Hostal Flying Dog ein schoenes Doppelzimmer an, welches nur ein bisschen mieft ;-) Wir sind uns sofort einig die naechste Nacht dort zu verbringen :-)

Ohne Gepaeck am ruecken spaziert sichs recht gemuetlicher durch die Strassen von Miraflores. Wir gehen mit Jiset unsere erste Inca Kola trinken, ein gelbes, suesses, kohlesaeurehaltiges Getraenk. Jiset telefoniert fuer uns mit zwei verschiedenen Reiseanbieter um herauszufinden wie wir nach Pisco kommen, dann verabschiedet sie sich bald, weil ihre Tochter Ilenia mit Fieber und Halsschmezen zuhause auf sie wartet.

Schaetzu und ich gehen ein peruanisches Bier (Cusceña) und ein Pisco Sour trinken, danach runter ans Meer. Weil dieses dort ziemlich scheusslich riecht, steigen wir bald wieder die vielen Treppentritte hoch, essen eine Riesenportion Hamburger mit Pommes, im Park auf dem kleinen Markt kaufe ich mir eine selbstgestrickte Muetze und Schaetzu einen Hut…

Donnerstag sind wir verhaeltnismaessig frueh wach, weil es bereits um halb sieben Abends eindunkelt und wir Mittwoch frúh ins Bett gingen. Beim Frúhstúck um die Ecke lassen wir uns Zeit bevor wir in einen 21er Micro-Bus steigen und uns auf den Weg nach “Villa Salvador” machen um Jiset zu besuchen. Mehr als ein Stunde dauert die Fahrt durch dicht befahrene und hauptsáchlich durch hupen geregelten Verkehr…

Jisets Region, welche immer noch zur Stadt Lima gehoert ist aermlich und nicht touristisch, nur die Hauptstrasse ist geteert. Das Haus wo Jiset, ihre Tochter, zwei Schwestern mit ihren Maennern und ihr Vater wohnen befindet sich im Bau… eigentlich befinden sich fast alle Haeuser in Peru im Bau, es wird naemlich selten ein Dach auf ein Haus gebaut als Abschluss, sondern die Bewehrungseisen werden oben aus den Mauern vorstehend gelassen, dass sobald wieder genug Geld fuer Zement und Steine vorhanden ist, weitergebaut werden kann… Bei 10mm Regen im Jahr ist ein Dach auch nicht so wichtig wie bei uns ;-)

Nach der Vorstellungsrunde und einem Glas Inca Kola machen Jiset, Ilenia und wir uns mit Micro und Moto auf den Weg an den Strand. Das letzte Stueck legen wir zu Fuss zurueck. Wow, der Strand ist hier im Gegensatz zu Miraflores sehr schoen, das Meerwasser jedoch immer noch ziemlich braun (wir vermuten dies liegt am Abwasser, welches bestimmt ins Meer fliesst :-( )

Die Wellen sind zu hoch zum schwimmen, fuer eine Erfrischung im kuehlen Nass reicht es dennoch… Nach wenigen Sonnenstunden auf heissem Sand, Glaceessen, abduschen und gemeinsamen Lomo-Essen, fahren wir zurueck, deponieren unsere Wertsachen bei Jiset und fahren wieder mit einem Moto zu einheimischen Markt um fuer Schaetzu T-Shirts und einen Kapuzenpulli zu kaufen. Ich kenne diese Art von Markt bereits von Afrika und Chile… es macht Spass dort einzukaufen und um den Preis zu maerten - auch wenn ich darin nicht so gut bin, zahlen wir extrem wenig; 2 T-Shirts fuer 20 bzw. 28 Soles sowie den Kapuzenpulli fuer 40 Soles, umgerechnet kosten diese 3 Kleidungsstuecke CHF 30.-

Fuer Ilenia kaufen wir eine Jeans und ein T-Shirt, Jiset darf auswaehlen und freut sich sehr. Wieder zurueck bei Jiset, draussen ist es bereits wieder dunkel, lernen wir die zwei juengsten Brueder sowie den Vater von Jiset kennen bevor wir mit einem Micro zurúck nach Miraflores fahren. Zum ersten Mal koennen wir warm duschen und gespannt auf den naechsten Tag fallen wir muede ins Bett…

Freitag ist Reisetag, wir mússen um 6.00 Uhr aufstehen, packen, mit einem Taxi (von 20 auf 15 Soles gemaertet, eigentlich haette es 10 gekostet :-/ ) zum Ormeño Terminal fahren, Tickets fuer je 35 Soles nach Pisco loesen, Gepaeck einchecken ;-) und mit nur 20 Minuten Verspaetung in fast leerem Reisecar ueber Chincha Alta nach Pisco reisen. Schaetzu ist fasziniert von den mehrheitlich schwedischen (Scania & Volvo) Lastwagen in teilweise leiden Zustaenden. Krass sind die armen Verhaelnisse (Huetten) in welchen viele, viele Peruaner wohnen… Die Busfahrt verlaeuft trotz lebensgefaehrlichen Úberholmanoever problemlos, nach 3.5h erreichen wir das 258km entfernte Pisco.

Am Nachmittag ist súnnele und Kartenschreiben angesagt am Pool von unserem schoenen Hotel :-)

Am Abend fahren wir mit einem Moto ins Zentrum und essen in einheimischen Restaurant ein Riesenmenu fuer umgerechnet totoal CHF 5.- (wir haben fast ein schlechtes Gewissen…)

2 Kommentare zu Ankunft in Lima & erste Tage in Peru 8.-12.03.11

  1. Sunshine ;-)

    ….aber vielleicht hast du trotzdem mal noch Zeit ein paar Bilder rein zu tun :-)

  2. Sunshine ;-)

    …….tja, es interessiert sich eh niemand für die Einträge ausser Simu und ich :-(

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