18 Juni, 2008
von Sabine

Bike to work

Normalerweise fahre ich einmal im Jahr mit dem Velo von Kallnach aus ans Seeländische Turnfest. Damit hatte es sich die letzten Jahre mit meinem “Velosport”.

Die Tatsachen, dass ich im, von Sulgen 15km, weit entfernte Kreuzlingen wohne und dass die Landschaft nicht wie im Seeland flach ist, machte mir den Entscheid schwer beim “Bike to work” mitzumachen oder eben nicht.

Ich entschied mich es zu wagen und bereue es nicht. So fit wie Ende dieses Juni 2008 war ich bestimmt noch nie, da ich nebst dem Velofahren auch noch Laufsport betreibe und an den Turnfesten Schaukelringe-, Boden, und Sprungsektion mitturne :-)

Organisatorisch musste ich weiter vorausdenken, weil ich mit dem Velo nicht so flexibel weite Distanzen zurücklegen kann wie mit dem Auto. So fuhr ich beispielsweise am Dienstag morgen die 15km mit dem Velo zur Arbeit, nahm dann am Abend von Kehlhof aus den Zug nach Frauenfeld um mein Spanischkurs trotz “bike to work” nicht zu verpassen. Mit dem Zug fuhr ich nach Hause und am nächsten Morgen per Zug nach Kehlhof, wo mein Velo auf mich wartete. Am Mittwochabend fuhr ich mit dem Velo nach Hause. So fuhr ich immer mindestens eine Strecke ganz mit dem Velo.

Bei Erich Keller AG gibt es leider nur eine Dusche. Zum Glück haben einige “bike to work” Teilnehmer einen sehr kurzen Weg und kommen nicht ins schwitzen. So hielt es sich mit Anstehen vor der Dusche in Grenzen. Bevor ich von meinem 0815 Bike aufs Rennvelo umstieg musste ich regelmässig auf Thomas und Peter warten. Danach legte ich die Strecke 15min schneller zurück und die Beiden durften auf mich warten ;-). Grundsätzlich wäre eine zweite Dusche in einem 85köpfigen Betrieb wohl angebracht. Dies ist jedoch ein anderes Thema und leider lassen die Platzverhältnisse den Bau einer zweiten Dusche nicht zu.

Persönliche Vorteile von Bike to work (mit Velo und Zug zur Arbeit):

Ich fühle mich körperlich fit, was dazu führt, dass ich mich auch geistig fit fühle.

Ich geniesse während des Velofahrens die Zeit in der Natur; das Zwitschern der Vögel, beobachten der Veränderungen durch Jahreszeitenwechsel.

Ich bin am Morgen richtig wach und trotzdem entspannt.

“Bike to work” sorgt für einen sehr guten Ausgleich, ganz besonders jetzt wo ich den ganzen Tag vor dem Computer sitze.

Velofahren verbindet. Ich lernte “Velogspändlis” wie Markus oder Thomas durch “bike to work” besser kennen.

Den inneren Sauhund konnte ich mehrmals überwinden und bin stolz auf meine Leistung.

Persönliche Nachteile von Bike to work:

Morgens um 5.30 Uhr aufzustehen ist nicht mein Ding.

Bei Regen und Gegenwind ist Ausdauer und Kraft erforderlich (im Gegenzug kann man sich Zuhause die Dusche sparen ;-)

Die Flexibilität leidet, wenn das Auto zuhause bleibt. Organisation wie z.B. leere Flaschen entsorgen oder Wocheneinkäufe erledigen werden mit dem Velo zur Herausforderung. Hinzu kommt, dass durch die späte Ankunft in Kreuzlingen die Einkaufsläden oft schon geschlossen haben…

Der Arbeitsweg mit dem Auto beträgt hin und zurück zirka 35min. Mit dem Rennvelo zirka 75min. Wenn ich zwei Mal duschen à 20min (mit Haare föhnen ;-) einrechne, verliere ich am Tag 80min. welche ich für andere Dinge nutzen könnte… Ob ich diese Zeit “sinnvoller” nutzen würde, lässt sich bezweifeln :-)

In Zukunft möchte ich einmal die Woche mit dem Velo zur Arbeit fahren, werde es aber auch wieder mehr schätzen bei Regenwetter das Auto nehmen zu können und ein Dach über dem Kopf zu haben.

Bei diesen Benzinpreisen ist es eine Überlegung wert dank dem Velo Benzinkosten zu sparen oder ganz vom Auto weg zu kommen.

Ich danke Peter Vogt ganz herzlich für das Organisieren des “Bike to work” und werde wenn möchlich nächstes Jahr wieder mitmachen!

 (Foto folgt evt. :-) )

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