26 April, 2008
von Sabine

Die Schweiz hat…

uns wieder… ob es ihr passt oder nicht ;-)

schönes Wetter in Antofagasta

Am Sonntag, dem 20.04.08 herrschte in Antofagasta wunderbares warmes Strandwetter, ausgerechnet an dem Tag, an welchem wir um 14.15 Uhr den Bus nach Viña del Mar gebucht hatten. Ich nützte wenigstens noch die Mittagszeit um eine Runde im Meer zu schwimmen und mich von der Sonne trocknen zu lassen, bevor wir uns zum zweitletzten Mal mit Sack und Pack auf einen längeren Weg machen mussten. Weil es mir schwer fiel, mich vom Strand zu trennen und der lokale Bus wegen Rotlicht bei jeder Ampel anhalten musste, bangten wir unseren Bus zu verpassen. Allen Stress hätten wir uns sparen können - der Bus aus dem Norden erreichte Antofagasta eine halbe Stunde zu späht. Zirka 18h Busfahren standen auf dem Programm. Ich hatte leider nicht mehr die Möglichkeit zwei Plätze zu beanspruchen, konnte nicht viel und gar nicht gut schlafen und fühlte mich nach der Ankunft wie gerädert…

(im Moment bin ich auch sooooooooo müde, dass ich fast vom Schreibtischstuhl falle, werde meinen vorläufig letzten Chile Bericht morgen fertigschreiben…

Gute Nacht :-) ich freue mich mega auf mein Bett!!)

Sonntag 27.04.08: (Ich habe 15 STUNDEN geschlafen… es gab schliesslich fast zwei Nächte zum nachschlafen ;-) Gedanklich bin ich noch in Chile… Das passt ganz gut um noch den letzten Bericht fertig zu schreiben…)

Am Montag, 21.04.08 kamen wir also am Morgen in Viña an, Frudy ass im Restaurangt “Suiza” einen Churasco, ich einen Tostada con Mantequilla y Marmelada. Danach nahmen wir den Bus nach Quintero und spazierten die uns nun vertraute Strasse entlang zum Hause von Luis. Vor dem Mittag war noch niemand Zuhause. Frudy kletterte über den Zaun damit wir unser Gepäck hinter dem Haus deponieren konnten, danach gingen wir ins Restaurant wo Soledad arbeitet. Es gab natürlich viel zu erzählen, was wir im Norden gesehen und erlebt haben…

Am Abend freute ich mich Victor, Henry und Mauricio (Claudio) im Block nicht weit vom Hause Luis entfernt, besuchen zu gehen.

Blöcke in Quintero

Wir unterhielten uns über mein Erlebtes im Norden. Henry fragte mich ob es in der Schweiz ein Meer gibt. Die meisten Chilenen wissen nicht wo die Schweiz ist oder dass es sie überhaupt gibt. Sie fragten wir gross die Schweiz sei und als ich ihnen erzählte wie klein sie ist, fiel es ihnen schwer mir das zu glauben. Henry hatte einen Atlas und ging ihn suchen. Wir schauten die Weltkarte an und sie fanden es witzig wie klein die Schweiz ist und waren auch überascht zu sehen, dass Deutschland auch nicht so gross ist wie sie es sich vorstellten. Danach schauten wir uns im Atlas an wo ich im Norden war und später zeigten sie mir wo sie aus dem Süden herkommen. Mauricio kommt aus Linares und Victor aus Chillan. Sie arbeitet früher in Puerto Mont, einem grossen Hafen noch weiter im Süden…

Wir profitierten in Quintero hauptsächlich wieder Spanisch reden  zu müssen und das Gelernte anwenden zu können (In San Pedro de Atacama fanden praktisch alle Touren in Englisch statt und Frudy und ich unterhielten uns in Berndeutsch).

Am Dienstag schlief ich aus, zirka um 14.00 Uhr assen wir jeweils das Mittagessen. Danach wuschen wir Kleider, schauten Fern, unterhielten uns und schon war wieder Abend…

Am Mittwoch spazierten Frudy und ich gegen Abend am Strand entlang nach Ventana und schauten uns an wo Mauricio, Victor und Henry arbeiten. Es ist eine riesige Baustelle (zirka 2000 Arbeiter).

riesige Baustelleam Hafenriesige Pfeiler…wurden über Nacht in den Boden gerammt, dass man es von weitem hörteUmfang der Baustelle

Was sie genau bauen weiss ich nicht. Irgendetwas was zu einem grossen Hafen gehört.

Am Donnerstag unserem letzten ganzen Tag in Chile gingen wir mit Yadranka und verschieden ihrer Familienmitglieder nach Valparaiso und Viña del mar einkaufen. Es galt Kleider für die Grossmutter von Yadranka für die Hochzeit des Bruders von Soledad zu kaufen…

Im Kofferraum

Wir waren 8 Personen, deshalb mussten Yadranka und ich in den Kofferraum.

Es war für Frudy und mich soooo langweilig, wenn wir gewusst hätten wie lange dieses Unterfangen geht, wären wir in Quintero geblieben.

Ich vertrieb mir die Zeit indem ich mit der kleinen Helene im Einkaufszentrum mit ihrer “coche” herumfuhr.

HéléneIch mit Héléne

Um 21.30 Uhr endlich Zuhause in Quintero angekommen, kochte ich für die Familie und zwei Besucher. In Valparaiso kaufte uns Frudy noch ein Rüster, weil es so einen im Haushalt noch nicht gab (ich hätte Stunden zum “Rüeblirüsten” gebraucht ohne den!). Es gab nebst den Rüebli, Teigwaren und Fleisch an einer Champignonfertigsauce. Beim Fleisch stand ich bereits im Laden vor der Theke uns wusste nicht was ich da kaufen soll. Ich hatte also das Stück Fleisch vor mir und wusste nicht recht wie weiter (sorry Olli, dieser Teil der Story ist wohl nichts für dich). Mit dem besten Messer, welches ich finden konnte, versuchte ich den Fleischklumpen in kleinere Teile zu schneiden. Es sollte Rindsgeschnetzeltes werden, schmeckte und sah eher aus wie Ragout… Zur Vorspeise gab es Thomaten - Mozzarella Salat, welchen alle gerne assen und Gurkensalat, welchen nur Frudy, Soledad und ich gerne assen.

Nach dem Essen war es schon nach 24.00 Uhr und um 6.00 Uhr fuhr unser Bus nach Santiago… Ich beschloss mich noch von den Freunden im Block verabschieden zu gehen, anstelle zu schlafen . Morgens um fünf stand Luis, Soledad und Yadranka auf um sich von uns zu verabschieden. Dann nahmen wir unser Gepäck und spazierten mit gemischten Gefühlen zur Busstation in Quintero.

Auf der Busfahrt nach Santiago schlief ich ziemlich viel (obwohl es mega unbequem war) und die 3h kamen mir wie 15min. vor. In Santiago hatten wir etwas Mühe die Busstation der Busse, welche zum Flughafen fahren, zu finden. Jemand konnte uns schliesslich sagen wo wir hingehen müssen und auf dem Flughafen hatten wir genügend Zeit um einzuchecken und je ein Churasco zu essen.

Unser Flug nach Madrid dauerte zirka 13 Stunden und die Zeitumstellung von 6h, nachder um Mitternacht bereits 6.00 Uhr morgens war, brachte mein Zeitgefühl total durcheinander. Nach zwei Stunden Aufenthalt flogen wir noch die 2 einviertel Stunden nach Zürich, reisten mit dem Zug nach Sulgen und fuhren mit dem Auto nach Kreuzlingen (Danke Beni, fürs Reparieren des Pneus) und ich konnte endlich unter die langersehnte Dusche stehen…

Das Abenteuer Chile war wunderschön - ich werde das Land und meine neuen Freunde nie mehr vergessen!!

Sabine

1 Kommentar zu Die Schweiz hat…

  1. mogh

    Welcome back. Sorry das i am samschti nid a flughafe bi cho :-(

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