Verrúckte Biketour!! 17.04.08
Weil es uns in und vorallem um San Pedro so gut gefiel, entschieden wir erst am Samstag nach Antofagasta und spáter wieder nach Quintero zurúckzureisen. Bei den Termas de Puritama gefiel es uns am Samstag sehr gut, wir hatten beide nicht vergessen diese nach Möglichkeit nochmals besuchen zu gehen. Deshalb mieteten wir uns an unserem letzten Tag in San Pedro je ein Bike.
Nachdem uns der Vermieter die Velos einstellte und noch schnell ein Reserveschlauch kaufen ging, konnten wir losradeln… “So drei Stunden hátten wir bestimmt fúr die 33km” meinte er, dabei verstand ich nicht, dass er noch sagte “…wenn ihr zwischendurch mit einem Lieferwagen mitfahren kónnt (per Autostopp)…
Gut gelaunt, voller Tatendrang und leider etwas spáht (bis wir endlich losfuhren war bereits 9.30Uhr) fuhren wir ein paar 100m aus San Pedro heraus und lernten schon mal das Gefúhl kennen úber Sand und Stein zu fahren. Die Strasse war dann jedoch sehr gut und die ersten 10km kamen wir gut voran.
Es ging dauernd “obsi” “obsi” “obsi”… bevor wir die Hálfte geschafft hatten, dachte ich mir bereits dauernd “das kann doch nicht noch mehr aufwártsgehen!” Doch es konnte… und es tat. Zwischen unseren Pausen schafften wir immer weniger km, bzw. manchmal nur noch 100m und es machte mir Angst zu wissen, nur je eine Flasche von 1.5l Wasser dabei zu haben. Mittlerweilen brannte voll die Mittagssonne. Unsere Knie und Oberschenkel begannen ab 20km langsam aber sicher zu streiken, bei Frudy mehr die Knie und bei mir mehr die Oberschenkel. Das war ja eigentlich kein Wunder, weil wir beide “Nichtvelofahrer” sind bzw. waren
Der erste Lichtblick war eine Touristeninformationstafel worauf wir sahen, dass es bis zu den Thermen “nur” noch 8km sind. Ein paar m weiter endete jedoch die plane Strasse und wir mussten die immer noch steilen Strassen auf Sand und Kies mit schmerzendem “Arsch” (sorry) bewáltigen. Es fiel mir immer schwerer optimistisch zu bleiben und Frudy war ebenfalls nur noch mit seinen schmerzenden Kórperteilen, mit dem Bike, mit Atmen und den schwierigen Strassenverhálnissen bescháftigt. Wir kamen an den grossen Kaktussen vorbei und die Idee den gróssten Kaktus der Region zu fotografieren war uns recht um eine weitere Pause einzulegen…
Dann gings mehr schlecht als recht weiter. Bald konnten unsere vier Knie nicht mehr und wir schleppten uns gehend, das Velo stossend, vorwárts. Ich úberlegte mir bereits ob der Vulkanaufstieg schlimmer war..? oder diese Biketour.
Leider kam kein Fahrzeug mehr vorbei, welches uns hátte mitnehmen kónnen. Wir kreuzten eine Herde Schafe ohne Hirt…
Ich war mir sicher, dass wir auf dem náchsten Húgel endlich den Parkplatz der Therme sehen würden. Es war leider nichts, also tranken wir sparsam einen Schluck Wasser, assen einen Apfel und setzten einen Fuss vor den Anderen..
Wir erreichten die Quelle nach 5h!! total erschópft… Wow, war es schón endlich, endlich in den lange ersehnten, warmen Teichen von Puritama zu baden und uns anschliessend einfach auf den Steg zu legen und keinen Wank mehr zu tun.
Ich fragte uns ernsthaft wieviele Hóhenmeter wir da eigentlich bewältigten - Frudy tippte auf 700m. Ich schaute im Prospekt “san pedro de atacama”, welchen ich dabei hatte, nach und stellte mit Schrecken fest, dass sich die Thermas de Puritama auf einer Hóhe von 3500m.ú.M. befinden und wir 1060 Hóhenmeter auf 33km schafften…
Eh hmm, diese verrúckte Biketour-Idee stammt von mir - zum Glúck habe ich mich nicht vorher schlau gemacht, sonst hátten wir diese Biketour bestimmt nicht gewagt!
Die Sonne geht in dieser Schlucht frúh unter, uns blieben nur 2 sonnige h bevor wir uns wieder auf den Heimweg machen mussten - das waren hartverdiente Oasenstunden!
Die Rúckfahrt war ja grundsátzlich cool, 1000m einfach “abefresá”, leider tat unser Allerwertester so weh, dass wir nicht wussten wie sitzen und das Bremsen ging mir in die Schultern und Frudy in die Handgelenke…
Wow, das wahr ein Abenteuer. Ich wúrde leugnen zu sagen nicht froh gewesen zu sein das Velo dem Vermieter wieder zurúckzugeben
Wir trafen am Abend zwei Reiseleiter von vergangenen Touren, sie glaubten sich verhórt zu haben als wir sagten wohin wir mit den Bikes fuhren… so VERRÜCKT waren wahrscheinlich noch nicht viele Touris vor uns ![]()
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