19 April, 2008
von Sabine

“Lascar” 15.04.08

Irgendwann, Irgendwo in San Pedro de Atacama wurde die Idee geboren einen “Volcan” zu erklimmen. Am Dienstag war es soweit… Um 5.00 Uhr wurden wir abgeholt.

Lascar (links) wenns windstill ist…

Noch etwas múde machten wir uns auf den Weg - Sabine und ich mit Franzisco dem Guide sowie Franzisco dem Chauffeur. Der Volcan “Lascar” ist 50km von San Pedro entfernt.Die ersten paar km fuhren wir auf einer schón geteerten Hauptstrasse, danach war es die reinste “Schúttelfahrt”. An der kleinen Lagune ”Lejía”, an welcher es normalerweise unzáhlige Flamingos hat (heute leider nur einer) hielten wir an um zu frùhstúcken. Wir befanden uns auf zirka 4000m.ù.M. und sahen in der Náhe bereits den Ausgangspunkt von unserer Wanderung. Nach dem Frùhstúck fuhren wir noch das letzte Stùck mit dem Jeep, wobei der Fahrer den Allradantrieb nicht einschalten konnte und der Motor fúrchterlich zu stinken begann.

Am Fusse des “Lascar” VulkansPuls messen, zirka alle 200 Hóhenmeter

Bald machten wir uns vom Fusse des “Lascars” gut angezogen auf den Weg, …”lento”=langsam, Schritt fùr Schritt gingen wir vorwárts. Wir starteten auf 4500-4600m.ù.M. Weil dies sehr hoch ist, mass Franzisco von Zeit zu Zeit konzentriert unseren Puls. Wir machten kleinere und zirka 4 gróssere Pausen um uns immer wieder zu erholen.

bei der ersten Pause war uns schon noch ums Lachen…Dieses kurze Stúck haben wir “schon”da hoch wollen wir…jawohl, da hoch…

Die ersten zwei Stunden gingen fùr uns schnell vorbei, obwohl sich durch den Sauerstoffmangel die Fùsse von Anfang an bleischwer anfúhlten. Nach und nach setzte der Wind ein und drùckte den Rauch des “Lascars” den Hang hinunter. Das Atmen fiel immer schwerer und durch den Wind fúhlte sich die Temparatur noch kúhler an als sie sowieso schon war. Wir wurden immer langsam, der Wind wurde immer stárker und erschwerte uns den Aufstieg.

jeh Pause, wir suchten hinter Steinen Schutz vor dem kalten Wind…

Sabine fúhlte sich wie am Schluss des Films “Herr der Ringe” als Frodo ebenfalls einen Vulkan hochklettern muss und total erschópft ist ;-) (Leider hatte sie keinen Sam, der sie die letzten paar m den Hang hinauf trug)

Der Krater des aktiven “Lascar”…unser erster Vulkan erklommen!!Fantastische Aussicht

Plótzlich waren wir oben angekommen - schónes Gefùhl den 5500m hohen “Lascar” bestiegen zu haben. Die Aussicht war “árdeschón”! Leider liess es der starke Wind, welcher dauernd aus einer anderen Richtung kam, nicht zu náher als 2m an den Kraterrand zu gehen. Es war “arschkalt” und um Fotos zu machen, musste Sabine die Handschuhe ausziehen. Dies war ein Fehler, die Finger waren sofort steifgefroren und schmerzten fùrchterlich. Wegen der eisigen Kálte blieben wir nur ein paar Minuten beim Krater. Wir waren total erschópft, brauchten wir doch fùr den Aufstieg tatsáchlich 5 Stunden.

Ohne etwas zu essen, mit gefrorenen Fingern, machten wir uns gleich wieder an den Abstieg und machten hinter einem grossen Stein eine Pause wo sich Sabine ihre Hánde am Kórper von Franzisco wármen durfte ;-) . Ich kámpfte von da an mit einer aufkommenden Migráne. Der Platz beim Stein war nicht wirklich warm, deshalb gingen wir weiter runter. Zeitweise war der Wind so stark, dass man sich voll dagegenlehnen musste um nicht umgeblasen zu werden. Nach zirka 1.5h, nach kleineren Pausen und je einer unfreiwilligen Berùhrung des Bodens mit dem Hinterteil, kamen wir unten beim Auto an. Franzisco war erschópft obwohl er die Tour in der Hochsaison jeden Tag macht. Man kann sich also vorstellen wie erschópft wir waren, der Starke Wind und die Hóhe haben uns gefordert. Geschùtzt vor dem Wind, nahmen wir im Jeep eine kleine Stárkung zu uns. Die “Strasse” mit den vielen Schlaglóchern war fùr meine Migráne reines Gift. Unterwegs sahen wir noch ungefáhr ein Dutzend “Suris”, eine verwandte Art der Emus.

SurisVolcanVolcanes

Auf der Rùckfahrt konnten wir “Volcanes” noch lange sehen und wir waren uns nicht sicher ob wir “locos” waren vom schónen Anblick. Die Strasse endete urplótzlich die Richtung, ein Verfehlen hátte in einer Schlucht geendet. Zum Glùck kennt Franzisco, der Guide nicht nur die Vulkane wie seine Hosentasche, sondern auch die Strasse. In San Pedro angekommen, hat mich meine Migráne gleich ins Bett gehauen. Sabine ging mit den zwei Franziscos mit ins Reisebúro um sich ein Video vom Vulkanausbruch des “Lascar” vor zwei Jahren anzuschauen und um eine Tour fúr Donnerstag zu buchen. Am frùhen Abend ist auch sie nach Hause gekommen und hat Berichte geschrieben und im Reisefùhrer gelesen.

Frudy (Text úberarbeitet von Sabine)

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