12 April, 2008
von Sabine

Kupferminen bei Chuquicamata

Das “Frúhstúck” wurde heute Morgen seinem Namen gerecht. Weil wir die Minen besichtigen wollten, wurde ferienverháltnismássig “frùh gestúckt”, um 7.30 Uhr. Danach machten wir uns auf die Suche nach dem vom Touristenbúro empfohlenen Taxi. Als wir so ein schwarzes Taxi mit gelbem Dach fanden, schickte uns der Chauffeur zu den gelben Taxis, weil die viel gúnstiger seien - mal keine Abzoke!

Fahrt mit dem Taxi nach Chuquicamata

Als wir in Chuquicamata ankamen, warteten wir auf den Bus um an der Fúhrung teilzunehmen. Wir warteten und fragten die paar Leute, welche anzutreffen waren und warteten.

Frudy wartet auf den Bus……ich auch

Als wir schon etwas skeptisch wurden, erschien zum Glúck ein anderes Párchen. Alice und Andy sind Australier und durchreisen ein Jahr lang Argentinien, Brasilien und Chile.

(Hola Desirée, weisch wo dúre di zwói Australier gfloge si…?)

Es kamen keine weiteren Leute mehr, der Bus fúhr die Fúhrung war etwas gross fùr vier Personen. Bus fúr vier PersonenPaula, unsere Minenfúhrerin

Die Fúhrung machte Paula auf unseren Wunsch hin auf Spanisch, sie sprach deutlich und langsam - es war echt gut. Chuquicamata ist heute eine Geisterstadt, weil sie direkt an den Minen liegt. Die Familien der Minenarbeiter mussten die Stadt verlassen. Erstens ist es international nicht erlaubt so nah an einem Industriegebiet zu wohnen und zweitens wird die Stadt langsam zugeschúttet, weil die Minen immer grósser werden. Das modernste Spital in der Umgebung so wie Schulen und andere Háuser wurden bereits von aus der Mine ùberflússigem Geróll verschúttet. Fùr unsere Minenfúhrerin, welche in Chuquicamata aufwuchs sowie fùr alle ehemaligen Einwohner ist dies sehr traurig. Einige kónnen es gar nicht verstehen, wieso sie die sicherste Stadt verlassen mussten. Verbrecher gab es in dieser Stadt nicht, weil alles Mineure waren und ein Verbrechen zu Arbeitsverlust und Ausstoss aus der Stadt und der Gesellschaft gefúhrt hátte.Verhálnis der Riesen zu normalem Auto…Die sehen gar nicht so gross aus!

In den Minen arbeiten rund 22´000 Leute. Die riesigen Camions sind 24h im Einsatz, kónnen zwischen 330 und 400 Tonnen Gestein aufs Mal laden und werden in drei Schichten von je 8h immer von den drei gleichen Chauffeuren bedient. (05.00 -13.00-21.00usw)  Zur Zeit sind 160 dieser Ungetúme in Betrieb und vereinzelt natúrlich auch in der Werkstatt fúr Reparaturen. Die meisten der Lastwagen  werden durch eine chinesische Firma in der USA produziert, die Einzelteile nach Chuquicamata gefùhrt und dort zusammengebaut. Ein Lastwagen kostet 4´000´000 Dollar. 20% weltweit von allem Kupfer (cobre) wird in Chuquicamata abgebaut.

ich bin geschrumpft, hilfeDie Dinger sind riiiiiieeesig!!

Zum Vergleich wie gross diese Lastwagen sind, hat sich Sabine getraut neben Einen zu stehen. Die Fahrer nehmen ihre ganze Verpflegung fúr eine Schicht in die Kabine mit und verlassen diese hóchst selten wáhrend der Arbeitszeit. Die grósste der drei Minen hat eine Lánge von 5km, eine Breite von 3km und eine Tiefe von 1km. Der Tagabbau  wird noch zirka 10 Jahre lang móglich sein, danach wird Untertag abgebaut werden.

Mina del Surteilweise unterirdischunsere kleine Truppe

Die interessante Fúhrung endete am gleichen Ort wo sie begann. Wir warteten schliesslich auf ein Taxi, welches uns nach Calama zurúckfáhrt. Ein Minenarbeiter war jedoch so lieb und nahm die Australier sowie uns nach Calama mit zurúck.

Frudy

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